Die Sonne scheint fahl über die Idylle, doch die Gäste ringen schwer um Heiterkeit.

Die erzählte Zeit im Film und im Schauspiel beträgt keine 24 Stunden: Es sind die wenigen Stunden im Leben einer Familie, die alles ändern können. Das anfänglich noch ausgelassene 60. Geburtstagsfest des Familienoberhaupts Helge wird innerhalb kürzester Zeit zur Stunde der Wahrheit. Die drei Kinder beschließen, den jahrelangen sexuellen Missbrauch des Vaters und den damit verbundenen Selbstmord der Schwester öffentlich zu machen. Doch wie verlogen die Festgesellschaft und wie uneinsichtig der Vater wirklich ist, wird ebenso deutlich, als der afrikanische Freund der Schwester mit einer Welle von rassistischen Anspielungen empfangen wird – in der Hoffnung, er möge so schnell wie möglich wieder verschwinden und den trauten Frieden nicht stören…

Thomas Vinterberg hat mit „Das Fest“ mit verstörender Intensität ein Familien-Drama kreiert, das eine existenzielle und bewegende Geschichte erzählt, über Wahrheit und Lüge, über Schein und Sein – und umso mehr über die perfiden Mechanismen unserer Gesellschaft.

Der Spielfilm von Thomas Vinterberg gewann bei den Filmfestspielen in Cannes den Spezialpreis der Jury.