Wenn alle anderen weg sind, der Mörder, die Kriminalbeamten, die Spurensicherung, wenn nur noch die Leiche da ist, schlägt seine Stunde! Dann kommt Heiko »Schotty« Schotte!

Dann wird das entfernt, was keiner mehr braucht und was keiner sehen will. Die Reste der Verbrechen. Seien die Orte auch noch so grauenvoll, »Schotty« schreckt nichts. Mit Bürsten, Schrubbern, Seife, Schwämmen und chemischen Substanzen betritt er die Tatorte und putzt.

Vor allem braucht er aber Empathie und Geistesgegenwart. Denn »Schotty« ist nie allein. Er begegnet völlig fremden Menschen. Hinterbliebenen oder Bekannten der Opfer, Leuten, die zufällig vorbeikommen oder den Geistern der Ermordeten. Alle befinden sich in emotionalen Ausnahmezuständen. Sie wollen reden, alles mal grundsätzlich klären. »Schotty« wird zur Projektionsfläche, muss erläutern, trösten und die Dinge wieder in Ordnung bringen.

„Der Tatortreiniger“, eine böse Komödien-Serie im NDR, wurde zu einem Kulthit und mit dem Grimme-Preis gekrönt. Die Quoten, insbesondere beim jungen Publikum, explodierten.

 

Zur NDR-Serie:

Der Tatortreinigerbietet Klasse-Unterhaltung – und genau jenen Geist und Witz, der im biederen Heiter-bis-tödlich-Kosmos der ARD so schmerzlich fehlt.“ (Spiegel-Online)

„Wenn der Tatortreiniger seelenruhig die Reste menschlichen Lebens beseitigt und dabei auf die kuriosesten Gestalten trifft, liegen Psychodrama und Komödie nah beieinander.“ (Süddeutsche Zeitung)