Marc-Uwe lebt in einer kleinen Zweizimmerwohnung, trägt um 13 Uhr noch Pyjama, hört gerne Platten und sinniert über das Leben. Außerdem schreibt er Lieder und Geschichten – „Kleinkünstler“ also, schlussfolgert das Känguru, das sich eigentlich nur Eier für Pfannkuchen borgen will und dann gleich einzieht.

Wenig später liegt das Känguru in der Hängematte, lässt sich bekochen, vertilgt massenhaft Schnapspralinen und erzählt von seiner Vergangenheit beim Vietcong. Gemeinsam diskutieren die beiden in ihrer Eckkneipe über alle wirklich drängenden Fragen unserer Zeit: Ist das Liegen in einer Hängematte schon passiver Widerstand? Ist es verwerflich Vegetariern Chicken Nuggets zu servieren, wenn sich nachweislich darin kein Fleisch befindet? Ist die Parole „Nazis raus“ tragbar oder muss man sich vielmehr mit der Folgefrage „Wohin raus?“ beschäftigen?

Bissig, liebevoll ironisch, witzig und pointiert führt uns das ungleiche Paar vor Augen, was unseren Alltag ausmacht und in was für einer absurden Welt wir eigentlich leben. Marc-Uwe Kling hat mit seinen Känguru-Geschichten wahre Kultbücher geschrieben, die er jetzt in einer eigenen Fassung für das Theater erlebbar macht.

„Das witzige, absurde Stück … inszeniert Mirko Schombert leichtfüßig nach dem Konzept „Theater auf dem Theater“. Die Darsteller harmonieren perfekt, und Bühnen-Musiker Jan Exner durchzieht das Stück mit vielen kleinen Liedern.“
(rp-online)

„Burghofbühne Dinslaken trifft mit Känguru-Chroniken den Nerv.“ (NRZ)