Kleists berühmte Novelle von Liebe, Scham und Selbstfindung des Menschen.

Theater Wahlverwandte macht aus dem großartigen literarischen Stoff großes Theater: zeitgemäß in der Form, zeitlos in der Botschaft. Es geht um Selbstfindung, um Selbstachtung und Selbstbewusstsein. Es geht um Emanzipation.

Ein abgelegener Landsitz in Italien. Die Marquise von O. führt seit dem Tod ihres Mannes ein zurückgezogenes Leben als al- leinerziehende Mutter von zwei Kindern, mit denen sie bei ihren Eltern wohnt. Obwohl sie in den besten Jahren ist, lehnt sie eine zweite Vermählung ab.

Inmitten von Kriegswirren wird sie beinahe das Opfer einer Vergewaltigung. Ein junger russischer Leutnant kann sie gerade noch retten und beide verlieben sich rettungslos ineinander. Sie, die doch nicht mehr lieben will! Als alles zu viel wird, sinkt sie in Ohnmacht. Wochen später stellt sie fest, dass sie schwanger ist. Doch wer ist der Kindesvater? Auf die nächstliegende Möglichkeit kommt niemand. Auf eine von der Marquise von O. aufgegebene Annonce meldet sich als Kindesvater der russische Leutnant. Ist er für sie der Engel, der sie einst gerettet hat, oder ein Teufel, der sie missbraucht hat?