Der palästinensische Gynäkologe Izzeldin Abuelaish weigert sich Rache nehmen zu wollen. Er weigert sich zu hassen. Er wächst in Gaza auf und erlebt die Willkür, die Palästinenser dort erfahren. Nach seinem Medizinstudium kehrt er dennoch zurück, heiratet, gründet eine Familie. Tag für Tag passiert er die Grenze, denn er arbeitet in einem israelischen Krankenhaus. Für ihn ist Religion zweitrangig. Wenn Menschen Hilfe brauchen, dann hilft er. Erst nach dem Tod seiner Frau beschließt er mit den Kindern auszuwandern. Sie sollen endlich in Frieden aufwachsen. Noch vor der Abreise passiert die Katastrophe: Bei einem Bombardement verliert er seine drei Töchter. Und immer noch weigert er sich einzusteigen in die Spirale aus Hass. Stattdessen tritt er öffentlich auf, schreibt ein Buch. Seine Botschaft: Hört einander zu, versucht einander zu verstehen. Wir sind nicht so verschieden. Eine Botschaft des Friedens in einer Zeit des Kriegs.

Izzeldin Abuelaish, 1955 im Flüchtlingslager Jabalia im Gaza-Streifen geboren, erzählt seine Geschichte. Die Geschichte eines Einzelnen, und dennoch ist es der Wunsch Vieler nach Frieden und Aussöhnung.

„Es macht Mut und Hoffnung, wenn das Wolfgang Borchert Theater mit seiner Inszenierung einmal mehr ein politisches Kapitel aufschlägt und Position bezieht. Und das mit einer großartigen Inszenierung. Man wünscht sich für „Ich werde nicht hassen“ möglichst viele Zuschauer. […]
Jürgen Lorenzen füllt die Rolle des Arztes Izzeldin Abuelaish mit jeder Faser seines Körpers aus. Jede Gefühlsregung überträgt sich eins-zu-eins auf den Zuschauer. Eine Schauspielerleistung mit Gänsehauteffekt. Selten hat ein Stück im Borchert Theater Münster sein Publikum so bewegt wie „Ich werde nicht hassen“. Bei der Premiere standen vielen Zuschauern am Ende die Tränen in den Augen.“ 
(Westfalium, 6.4.2018)

Eintrittspreis – Einzelkarte:
19,00 € – 17,00 € – 14,00 €

Foto: Klaus Lefebvre

Am 15.09.2020 und am 17.09.2020 wurde jeweils ein Vorbericht im BBV veröffentlicht.