Felix Mendelssohn Bartholdy war Kosmopolit und der erste internationale „Klassik-Star“. Während seiner erfolgreichsten Jahre lebte er in Leipzig und pflegte von hier aus seine zahlreichen Beziehungen und Freundschaften in ganz Europa.

Der junge Robert Volkmann („Budapester Schumann“) traf ihn in seiner Leipziger Jugend- und Studienzeit. Für den Dänen Niels Gade war Mendelssohn Mentor und später auch Freund. Mit  ihm teilte er sich die Leitung der Gewandhauskonzerte in Leipzig. Den Italiener Gaetano Donizetti lernte Mendelssohn auf seiner Italienreise kennen und schätzen. Hector Berlioz traf Mendelssohn in Paris und lud ihn später zu sich nach Leipzig ein, wo er eine Aufführung von dessen „Symphonie Fantastique“ im Gewandhaus organisierte.

Foto: ©Mathias Gruner

Das Programm „Kosmopolit Mendelssohn“ spiegelt wider, wie sehr der Komponist von seinen internationalen Bekanntschaften beeinflusst wurde und wiederum diese beeinflusst hat.

1997 gründeten Absolventen der Leipziger Musikhochschule das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig. Das Orchester sieht sich als Experte und Botschafter des genialen Musikers Felix Mendelssohn Bartholdy, der als Komponist, Pianist und Dirigent das europäische Musikleben des 19. Jahrhunderts von Leipzig aus entscheidend geprägt hat.

Nach wie vor begeistert das Ensemble durch Ausdruckswillen, Homogenität und überschwängliche Musizierfreude.

Peter Bruns führt das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig meist von der Position des Solocellos aus.

Programm:
Felix Mendelssohn Bartholdy– Sinfoniesatz c-moll
Robert Volkmann– Serenade d-Moll (mit Solocello)
Niels Wilhelm Gade– Novellette für Streicher Nr. 1
Gaetano Donizetti– Sinfonia d-Moll
Hector Berlioz– “La mort d’Ophélie” – Ballade (Bearb. für Cello und Streicher)
Felix Mendelssohn Bartholdy– Streichersinfonie Nr. 7