»Demokratie ist das Beste, was wir je auf deutschem Boden hatten. Wir sind alle gleich. In einer Demokratie darf jeder mitbestimmen«.

Doch dass mit »jeder« auch Ausländer gemeint sind, passt der jungen Marisa so gar nicht. Ihr Hass richtet sich direkt gegen Ausländer, Politik und Polizei. Die sind schuld, dass Deutschland den Bach runtergeht. Wer nicht in ihr Weltbild passt, kriegt aufs Maul.

Das bekommen auch die beiden jungen Flüchtlinge Rasul und Jamil zu spüren, die Marisa und ihren rechtsradikalen Freunden zufällig in die Hände fallen. Marisa räumt die beiden kurzerhand mit ihrem Auto von der Straße. Als Rasul danach bei Marisa auftaucht, weil er nun in Deutschland auf sich alleine gestellt ist, kommen der jungen Neonazi Zweifel an ihrer Ideologie.

Gleichzeitig drängt sich die 15-jährige Svenja in die Clique. Sie will frei sein und der Kontrolle ihres Stiefvaters entfliehen. Doch während Svenja immer tiefer in die rechtsradikale Szene rutscht, fühlt sich Marisa unfreiwillig für Rasul verantwortlich.

David Wnendts Film »Kriegerin« (2011) wurde vielfach ausgezeichnet. Tina Müllers Bearbeitung bleibt eng an der Vorlage, öffnet aber behutsam den Blick auf die Erfahrungen der Flüchtlinge ebenso wie auf die Menschen außerhalb der rechten Szene und fragt so nach der Verantwortung jedes Einzelnen.

„David F. Wnendts fundiert recherchierter Film ‚Kriegerin‘ sorgte für Aufsehen. Zu Liedzeilen wie ‚Holocaust Reloaded‘ bringt sich eine Neonazi- Clique in Stimmung für Gewalttaten. Doch dann löst sich die ideologische Gewissheit auf. Ein gewagter, ungeschönter Film.“
(Der Tagesspiegel)

Auf Nachfrage ist eine Vor-, bzw. eine Nachbereitung in den Schulklassen durch die Theaterpädagogik des Westfälischen Landestheaters aus Castrop-Rauxel möglich. Es wird ein Kostenbeitrag von 1,00 € pro Schüler erhoben. Auf Wunsch kann theaterpädagogisches Material als PDF- Datei zur Verfügung gestellt werden

 

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