„Halt… ist das überhaupt die Oper, wo er sie erwürgt…? Wo ist bloß das Titelblatt…?“

Ein desillusionierter Kontraphon-Solist wartet im Orchestergraben auf Takt 973 der gerade aufgeführten Oper. Ein Mitarbeiter des Nobelpreiskomitees versucht verzweifelt, die frohe Botschaft zu überbringen. Sir Geoffrye und Lady Hilarye werden aus ihrem 600 Jahre währenden Schlaf durch Bass-Gewummer geweckt, denn in beider Krypta befindet sich heute ein Club.

Wir betrachten Paare, die die Sätze des anderen beenden oder aufgrund der falschen Aussprache von Ländernamen am Nebentisch kurz davor sind, einen Mord zu begehen. Wir treffen auf nachtaktive Bühnenarbeiter im Theater und begegnen Ehebrechern und Politikern, Journalisten, Viel-Telefonierern und Logorrhoe-Patienten.

Frayn verbindet auf unterschiedlichen Kommunikationsebenen (von Pseudo-Shakespeare bis zur Lautsprecherdurchsage)puren Klamauk mit hintergründiger Philosophie. Mit Esprit, Witz und einer großen Portion britischem Humor fängt Frayn Alltagsabsurditäten ein und treibt sie in einem Kurzstück nach dem anderen eloquent auf die Spitze.

Absurd, grotesk und manchmal zum Schreien komisch.

„Überall entdeckt (er) in seinen souverän einfach gewobenen Sketchen den widrigen Plappersand im Kommunikationsgetriebe.“ (F.A.Z.)

Hier finden sie den Link zu einem  YouTube-Trailer und zu einem Bericht über diese Produktion am Rheinischen Landestheater Neuss im BBV vom 28. Oktober 2019 sowie einen Vorbericht im BBV vom 7. November 2019.

Eintrittspreis – Einzelkarte:

19,00 € – 17,00 € – 14,00 €

Fotos: Marco Piecuch