›Tosca‹ ist ein Opernthriller, der seinesgleichen sucht. Musiktheater prall gefüllt mit Emotionen, eine Geschichte voller ‚sex and crime‘, mit der erschütternden Bilanz von vier Toten.

In dem 1900 uraufgeführten Werk geht es um die namensgebende Titelheldin, ihren Geliebten, den republikanisch gesinnten Maler Mario Cavaradossi, und den reaktionären Polizeichef Scarpia. Floria Tosca ist aber auch ein von heftiger Eifersucht geplagter Mensch und leicht zu manipulieren. Als ihr Geliebter, der sich gegen die Willkür des Staatsapparates auflehnt, den politisch verfolgten Cesare Angelotti versteckt, wird diese Neigung entfacht und von Angelottis Gegenspieler Baron Scarpia gnadenlos für eine Intrige genutzt.

Puccini weiß mit seiner Musik einerseits ein seelenvolles Bild der Titelheldin zu zeichnen – mit emotionaler Dichte und Leidenschaft. Er findet aber auch für die sich entfaltenden politischen Ränke einen adäquaten musikalischen Ausdruck und komponierte mit diesem Melodramma ein musiktheatralisches Meisterwerk über zwei Liebende, die an der unbarmherzigen Wirklichkeit zerbrechen.