„Vögel ist zugleich Thriller und modernes Märchen. Mit der Wucht einer antiken Tragödie erzählt Mouawad von Gewalt, individuellen Schicksalen und familiären Konflikten vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts.“ (Schauspiel Stuttgart)

In einer New Yorker Universitätsbibliothek lernen Eitan und Wahida einander kennen und lieben. Er ist deutscher Jude aus Berlin, studiert Genetik und bezirzt seine Sitznachbarin mit schwindelerregenden Wahrscheinlichkeitsrechnungen über das Leben und die Liebe. Sie ist Amerikanerin arabischer Herkunft und schreibt ihre Doktorarbeit über eine grenzüberschreitende Gestalt aus dem 16. Jahrhundert.
Indes verweigert Eitans Vater der Beziehung seines Sohns mit einer „Araberin“ den Segen. Wahida und Eitan dagegen wollen der Last des familiären und historischen Erbes entfliehen – und werden dennoch davon eingeholt. Denn als er Wahida auf eine Forschungsreise nach Israel begleitet, wird Eitan bei einem Terroranschlag schwer verletzt. Im Krankenhaus besuchen ihn seine Eltern und Großeltern. Und mit ihnen kehren auch die alten Konflikte zurück: Fragen nach religiöser, kultureller, nationaler Zugehörigkeit, die wie ein Schwarm Unglücksvögel über Familie und Gesellschaft kreisen…

„Vögel“ ist das zurzeit meistgespielte Stück auf deutschen Bühnen. Wie kein zweiter Autor versteht es der im Libanon geborene kanadische Autor die ewigen Themen kultureller Gegensätze so in seine Theaterstücke zu konzentrieren, dass sich kein Zuschauer der emotionalen Tiefe entziehen kann. Dabei gelingt es immer wieder, die Zuschauer mit einem Gefühl von Trost und Hoffnung zu entlassen.

Wajdi Mouawad ist einer jener Autoren, die uns immer wieder den Zauber und die Einzigartigkeit des Theaters erleben lassen. Auf diese Erfahrung sollte niemand verzichten.

Plakatmotiv: Timo Hummel

Eintrittspreis – Einzelkarte:
19,00 € (Einheitspreis auf allen Plätzen)