Drosselsaal im Textilwerk platzte aus allen Nähten
Freude über den Regen wird zur Lachnummer
Ole Lehmann, der Moderator der Ersten Bocholter Lachnacht des Theatervereins im Drosselsaal des Textilwerks kündigte ein tolles Programm an, alles sei dabei: Comedy, Kabarett, Musik. „Ich sag mal eins, ohne mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, aber die nächsten acht Stunden werden wie im Flug an euch vorbeiziehen“, trotz verschlossener Türen. Ein Scherz! Gelächter und Pfiffe.
Das Publikum lachte, schunkelte und hoppste, was der Stuhl hielt. Dagmar Schonleber merkte gleich, daß das Publikum gut drauf war, egal ob wegen oder trotz der Spirituosen, die im Umlauf waren. Bernhard Westenberg hatte sich vorgenommen nur noch positiv zu denken. Er wolle kein zerknitterter alter Mann sein. Er freue sich, wenn es regnet, denn wenn er sich nicht freue, regne es auch.
Das war einer der berühmten geraden Gedanken des Schrägdenkers Karl Valentin. Dazu hätte ein weiterer gepasst wie „Die Zukunft war früher auch besser.“ Joachim Ringelnatz mit „ich bin so knallvergnügt erwacht“ wäre auch passend gewesen in diesem Zusammenhang. Aber man bewegte eher auf flacher Ebene. Dennoch subjektiv betrachtet war die Veranstaltung ein Riesenerfolg. 300 verkaufte Karten, damit war der Saal voll. Der Bedarf an Sitzplätzen war sogar wesentlich größer, wie der Veranstalter verriet. Aber die Zukunft wird ja wieder deutlich besser demnächst mit dem renovierten Theatersaal im neuen Rathaus.
Bericht im BBV:






